“Das war ein voller Erfolg” – mit diesem Satz kommt uns die Köchin freudestrahlend entgegen als wir die Halle betreten, in der die Kinder gerade gegessen haben.
Wir hatten bereits berichtet, dass die “ärmsten” Schüler (ca. 100 Kinder) in der Schule rein auf Spendenbasis ein Mittagessen bekommen, um sicher zu gehen, dass sie mindestens einmal am Tag eine warme Mahlzeit erhalten. Beispielsweise hat ein Farmer ein halbes Rind geschenkt, welches in der ebenfalls gespendeten Tiefkühltruhe eingefroren wurde. Ab und an bringen Eltern Maracuja oder Pomelo aus ihrem Garten, oder selbst Gebackenes aus ihrer Küche mit. Die Früchte werden direkt ausgepresst und portionsweise eingefroren, um den Kindern auch mal einen Saft zum Mittagessen anbieten zu können. Jede Spende wird hier sehr geschätzt, und die Kinder freuen sich immer wieder, wenn es etwas Besonderes gibt.
Da es bisher kein Gemüse oder Obst zu den Mahlzeiten gab, haben wir uns vorgenommen, wenigstens einmal pro Woche für die Schulküche die Zutaten für einen Salat oder Obstsalat vom Markt zu kaufen und zu spenden. Glücklicherweise kam zur selben Zeit eine Freiwillige aus Deutschland, die am Vormittag die Schulküche unterstützt. Damit kann jetzt auch dieser zusätzliche Arbeitsaufwand problemlos bewältigt werden.
Mit den frischen südamerikanischen Früchten sind die Obstsalate hier wirklich ein Gedicht (!!!) und natürlich auch äußerst gesund, da die Früchte im Land wachsen und bis zur Ernte in der Sonne reifen dürfen. Die Kinder hatten den Obstsalat wirklich sehr genossen, daher nannte es die Köchin einen “vollen Erfolg”.

Links: ein Blick auf den Mittagstisch / Mitte: Kinder bei der Essensausgabe / Rechts: Maracuja, reif zum Pflücken
Der “Topf der Liebe” ist ein Beispiel davon, dass vielen bedürftigen Kindern Gutes getan werden kann, wenn Menschen bewegt werden, freiwillig etwas zu geben.