Ein bisschen verrückt? Zwei Umzüge in einer Woche!

In den letzten Wochen war sehr viel los bei uns. Aber jetzt erst einmal der Reihe nach:

Seit Mitte Februar stand ein Operationstermin an Toobis Bein fest, welcher wegen Krankheit nach hinten verschoben werden musste. Über die erste OP in Südamerika werden wir noch einen separaten Blogeintrag schreiben.

Nachdem unsere 19-jährige “Mitbewohnerin” (siehe letzter Blogeintrag) nach 5-wöchiger Aufnahme wieder richtig aufgeblüht war, konnten wir sie mit erleichtertem Herzen in einer Familie unserer Sprachhelferinnen unterbringen. Hier wurde sie mittlerweile sehr schön in ein harmonisches Familienleben mit eingebunden. Direkt im Anschluss ging bei uns das Packen los…

Unser erstes Häuschen wurde uns damals von unserer Schuldirektorin organisiert. (Da die meisten Häuser in PY eher klein und einfach gebaut werden, ist es hier eher unüblich Wohnungen zur Miete zu bekommen.)  Dass unsere Unterkunft schon organisiert war, hatte unsere Ankunft vor fast 1 Jahr in einem fremden Land, mit fremder Sprache und Kultur sehr erleichtert. Vielen Dank dir dafür, liebe Mónica!

Die ersten 11 Monate sind zwar vergangen wie im Flug, aber die Tatsache, dass viele wertvolle Freundschaften und Beziehungen entstanden sind, ermutigt uns sehr. So haben wir von neu gewonnenen Freunden in der Hauptstadt Asunción ein Häuschen angeboten bekommen, was für die Aufnahme von Kindern noch besser geeignet und auch günstiger in der Miete ist. Wie in vielen Ländern, so sind auch in PY die Preise in den letzten Jahren sehr angestiegen (z.B. der Liter Diesel kostete vor 5 Jahren ungefähr die Hälfte). Umso mehr freut es uns, dass wir den alten Mietpreis unserer Freunde einfach übernehmen können.

Unser Klavier hat eine vorübergehende Bleibe in der Familie einer unserer Sprachhelferinnen gefunden, da wir in den nächsten Monaten im Landesinneren sein werden … Es war sooo schön die leuchtenden Augen der Kinder zu sehen, die zum Üben bisher nur ein Keybord zur Verfügung hatten. Dieselbe Familie hat uns mit ihrem kleinen LKW geholfen, den größten Teil des Umzugs an einem Samstag noch vor Ostern durchzuziehen.

Eigentlich war unser Plan, nach ca. 1 Jahr die Hauptstadt zu verlassen, um ins Landesinnere zu ziehen. Aber auf dringende Empfehlung von Einheimischen, die hier mit Kindern arbeiten, wäre aktuell ein Umzug ins Landesinnere für den Beziehungsaufbau mit unserer Partnerorganisation und den Behörden, die alle ihren Sitz in Asunción haben, nachteilig. “Bis man sich gut kennen gelernt hat und ein Vertrauensverhältnis entstanden ist, sei es besser, noch einige Zeit in Reichweite zu wohnen.”

Quasi gleichzeitig fand auch unser zweiter sehr ungewöhnlicher “Umzug” statt, von dem wir im folgenden Blogeintrag berichten werden…