“Wohnhäuser” in der Armensiedlung – so leben die Menschen hier
Vor mir (Fee) steht ein kleiner schmächtiger 5-jähriger Junge, während ich gerade dabei bin nach der Kleiderverteilaktion in einem der Armenviertel, ein paar restliche Kleidungsstücke in einen Plastiksack zu räumen.

Sein großer Zeh ist deutlich verletzt, geschwollen und blutig, während er barfuß über die staubige Erdstraße humpelt. Seinen Zeh versucht er einfach zu ignorieren, ”das wird schon wieder werden” …
Mit großen flehenden Augen bittet er mich um Kleidung für seine beiden kleinen Geschwisterchen, 3 Jahre und ein paar Monate. Von seinen Eltern und seinen mir bereits bekannten Geschwistern, ist weit und breit keine Spur zu sehen. Während ich für ihn und seine beiden kleinen Geschwister passende Kleidung zusammensuche, lässt er mich keinen Augenblick aus dem Auge. Trotz all der anderen Kinder um ihn herum, steht er dort wie angewurzelt in 3 Meter Entfernung vor mir und beobachtet geduldig jeden meiner Handgriffe. Ich konnte die Frage in seinen Augen lesen: “Wird sie mir auch genügend Kleidung geben …”
Mit erleichtertem und dankbarem Blick nimmt er seine große Plastiktüte entgegen, nachdem wir alles gemeinsam darin verstaut haben und humpelt davon. Dieses Mal bin ich diejenige, deren Augen fest auf ihn fixiert sind, bis mir ein schmerzliches Seufzen über die Lippen kommt und ich gegen die Tränen ankämpfen muss, die ihren Weg über meine Wangen bahnen möchten…
Noch sooo klein, und in solch einer harten Realität, … mir fehlen einfach die Worte …
