Unsere erste “Adoptionsgeschichte”

Unsere Schulleiterin Monica war sprachlos, als wir ihr mit einem Lächeln berichteten, dass wir nach 2 Monaten Aufenthalt in PY bereits adoptiert hätten… 

Eines Sonntag Abends als wir spät nach Hause kamen und unser Tor schlossen, da hörten wir ein jämmerlich klägliches Miauen. Als wir dem Miauen folgten, entdeckten wir hoch oben im Gebüsch ein kleines schwarzes Kätzchen sitzen, das nicht mehr herunterkam. Es muss vor all den wild herumstreunenden Hunden ins Gebüsch geflüchtet sein. Das Kätzchen war ganz ausgehungert, trotzdem hatten wir nicht vor, ein “wildes Kätzchen” von der Straße aufzunehmen. Davon abgesehen hatten wir kein Futter für ein kleines Gatito (wie man die Kleinen hier nennt) im Haus. Also setzten wir es einfach herunter, verscheuchten eine große Katze, die das kleine Kätzchen ebenfalls angegriffen hatte und gingen schlafen. 

Als wir am nächsten Morgen erwachten, stand dieses kleine “Etwas” vor unserer Türe und miaute so furchtbar, wie wir es mit vielen Jahren Katzenerfahrung noch nicht gehört hatten. Natürlich hatten wir noch immer nichts zum Fressen, davon abgesehen hatten wir etwas Sorge, dass wir bald 10 weitere Straßenkatzen am Haus haben würden, wenn wir diese beginnen würden zu füttern. Also schnappten wir die Kleine und besuchten unsere Nachbarin, um herauszufinden wo das Kätzchen herkommen könnte. Sie lachte nur und zeigte auf all die Katzen und Hunde die sich auf ihrem Grundstück tummelten, darunter auch ein paar kleine Welpen. Es waren alles Tiere von der Straße, die nirgendwo hingehörten. Aber diese wurden doch tatsächlich alle von ihrer Familie gefüttert.  

Für sie war es selbstverständlich, dass wir für das Kätzchen Milch und Katzenfutter besorgen sollten um es zu versorgen. Tja, was sollte man dazu sagen, wir wollten eigentlich Kinder und keine “Straßenkätzchen” adoptieren. Während wir mit ihr sprachen, hatten wir das Kätzchen auf den Boden gesetzt. Da es sofort von mehreren Hunden eingeschüchtert wurde, wollte es auf die andere Straßenseite zurück in unseren Garten flüchten. Dabei wurde es zweimal fast von einem Motorrad überfahren. So brachten wir ein kleines völlig verängstigtes, zitterndes und ausgehungertes Kätzchen in unseren Garten zurück. Wir konnten es einfach nicht übers Herz bringen, das geschwächte Kätzchen dem Tod preis zu geben. Damit es nicht noch weiter aushungern würde, bis wir etwas vom Markt besorgt haben würden, legten wir ihm etwas Weißbrot in kleinen Stücken hin. Im Nu waren alle Bröckchen verschlungen, doch das jämmerliche Miauen nahm trotzdem kein Ende…

Da Fee sich eh ein schwarzes Kätzchen wünschte und wir eine Woche vorher bereits darüber gesprochen und bei Freunden sogar schon eines “bestellt” hatten, war es jetzt echt spannend für uns, dass uns jetzt genau solch ein kleines schwarzes Kätzchen bis zur Haustüre “geliefert” wurde. Wie sich später herausstellte, war es sogar mega verschmust und verspielt noch dazu, nur dass es eben ein “Straßenkätzchen” war. Seitdem haben wir viele lustige Momente mit unserem kleinen “Timmy” erlebt. Er hat unsere Herzen schnell erobert und gehört einfach zu uns.