WaschTAG – ganz anders als gewohnt

Ihr könnt es euch kaum vorstellen, wie wir unseren ersten Waschtag im Kinderheim erlebt hatten. Für uns völlig unerfahrene Neuankömmlinge ging fast der ganze Tag nur für das Versorgen der Wäsche drauf und das, obwohl wir eine Art Waschmaschine hatten. Eine Einheimische musste herzlich lachen, als ich ihr von unserem ersten Waschtag im Kinderheim berichtete. Sie kommentierte meine Erzählung lachend mit “Das sind wohl eure ersten “Dritte-Welt-Erfahrungen” die ihr hier gemacht habt…”

Wie immer hatten wir unsere Wäsche etwas gesammelt. Zuerst einmal musste die Maschine von Hand mit einem Wasserschlauch befüllt werden. Da die Maschinen nur mit Kaltwasser und nicht sonderlich gut waschen, musste die Wäsche erst einmal etwas von Hand vorgewaschen werden, bevor die Maschine den eigentlichen Waschgang erledigte. Danach musste die Wäsche herausgenommen werden und mehrmals von Hand ausgespült und ausgerungen werden, um sie anschließend in eine Schleuder hineinzulegen. So mussten wir die Wäsche nicht zu nass aufhängen.

Danach wurden für uns neue Wäscheleinen gespannt, weil der Platz sonst nicht für alle ausgereicht hätte. Da es nicht genügend Wäscheklammern gab, sind vom Wind immer wieder Kleidungsstücke davongetragen worden. Kaum aufgehängt, mussten wir die Wäscheleinen wieder umhängen, weil ungewöhnlicherweise ausgerechnet an unserem ersten Waschtag Fahrzeuge diese Strecke entlang fahren mussten.
Puh, nach diesem Waschtag rätselte ich ernsthaft, wie wir es umgehen könnten uns noch einmal so etwas antun zu müssen ; ) Leider führte kein Weg daran vorbei, diese Prozedur noch mehrmals zu wiederholen. Aber glücklicherweise wurde unsere Technik immer ausgeklügelter, sodass wir lange nicht mehr so viel Zeit wie beim ersten Mal investieren mussten ; )